Adoption eines Hundes

„Tiere haben keinen Preis, sondern einen Wert!“

Im Tierschutz ist es üblich eine so genannte „Schutzgebühr“ für die zu vermittelnden Tiere zu erheben. Doch viele stolpern über diesen Begriff und wissen nicht genau, was sich dahinter verbirgt und warum diese erhoben wird.

Die Schutzgebühr hat im Wesentlichen zwei wichtige Funktionen.

Zum einen dient sie zur Deckung einiger Kosten. In den seltensten Fällen werden durch die Schutzgebühr alle anfallenden Kosten abgedeckt und ohne zusätzliche Spenden wäre eine ausreichende medizinische Versorgung und artgerechte Unterbringung nicht möglich. Wenn man allein schon die Kastrations- und Impfkosten bedenkt, wird schnell klar, dass unsere Schutzgebühren diese Kosten nicht decken können. Oft entstehen durch alte und/oder kranke Tiere noch zusätzliche Kosten in Form von OPs, etc. Jedes einzelne Tier wird vor Ort untersucht und versorgt.

Dabei fallen für jede unserer Fellnasen folgende Grundkosten an:

  • Impfung/en
  • Wurmkur/en
  • Floh-/Zeckenmittel
  • Micro-Chip inklusive Implantierung
  • EU-Heimtierausweis
  • Kastration (ab 6 Monaten)
  • Bluttests
  • Transportkosten zum neuen Zuhause
  • Futter
  • Unterbringungskosten

Die Kosten für sonstige medizinische Behandlungen kommen natürlich noch hinzu. Ebenso wie Kosten für den ganzen „Kleinkram“ (Halsbänder, Leinen, Näpfe, Transportboxen, etc.). Vieles kann durch Sachspenden abgedeckt werden, aber längst nicht alles.

Zum anderen – die zweite wichtige Funktion – soll die Schutzgebühr, wie es der Name bereits verrät, schützen. So sollen „Spontankäufe“ vermieden werden. Die Tiere sollen nicht aus einer Laune heraus angeschafft werden, sondern es soll eine wohlüberlegte und gut vorbereitete Entscheidung sein. Schließlich soll das Tier für den Rest seines Lebens ein Teil der Familie, ein Partner, sein. Spontane Anschaffungen werden zu oft zu schnell bereut. Auch sollen die Tiere in unserer „Wegwerfgesellschaft“ eine höhere Wertigkeit erhalten. Dinge, und auch Tiere, die etwas kosten, werden weniger selten weggeschmissen bzw. ausgesetzt. Damit wollen wir sicher gehen, dass unsere Hunde zu Menschen kommen, die wissen was diese Lebewesen wert sind und was sie kosten (können). Natürlich drückt die Schutzgebühr nicht ansatzweise aus, was uns unsere Tiere tatsächlich wert sind. Das ist mit keinem Geldbetrag messbar. Die Schutzgebühr soll die Tiere zudem davor schützen gegen Profit oder an Tierversuchslabors weiterverkauft zu werden. Es ist leider nicht selten, dass mit Tieren Geschäfte gemacht werden.

Die Einnahmen aus den Schutzgebühren sind nach dem Sozialprinzip aufgebaut.

Die komplette Schutzgebühr wird für die Tierschutzarbeit und unsere Schützlinge verwendet. Wir stecken uns nichts davon in die eigene Tasche! Unsere Helfer und wir arbeiten ehrenamtlich und zahlen viele Dinge privat (z.B. die Fahrtkosten für Vor- und Nachkontrolle, Versorgung der Tiere, etc.).

Generell erheben wir für Hunde eine Schutzgebühr von 300 €:

Rüde/ Hündin: kastriert, gechippt, entwurmt, entfloht, geimpft

Junghunde (bis 6 Monate): gechippt, entwurmt, entfloht, geimpft

Hunde ab 10 Jahren und mit besonderen Bedürfnissen – nach Absprache

Ein Teil der Schutzgebühr wird unmittelbar nach Vermittlungszusage fällig, durch Überweisung auf unser Konto oder per PayPal.

Die Höhe der Schutzgebühr kann bei älteren Tieren und Tieren mit besonderen Bedürfnissen unterschiedlich sein. Das Ausschlaggebende hierzu ist die gesundheitliche und psychische Verfassung des zu vermittelnden Tieres.

Hier kannst du das Infoblatt über die Adoption eines Hundes herunterladen. Darin sind alle wichtigen Informationen zum Vorgang einer Adoption zu finden.

Alle Adoptanten müssen eine Auskunft über sich für unsere Unterlagen ausfüllen. Diese dient einerseits als Datengrundlage damit wir eine Übersicht über alle Adoptanten haben. Andererseits ist dies eine Entscheidungshilfe welche Tiere am besten zu den Adoptanten passen. Somit können wir dich bei der Entscheidung, welcher Hund am besten zu dir passt, unterstützen.

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